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Präsens

Das Präsens übernimmt im Quenya als Zeit die Funktion einer gerade ablaufenden Handlung.
Es wird wieder bei den verschiedenen Verben unterschiedlich gebildet. Pronomen-Endungen können
bei beiden Verbarten problemlos angehängt werden.

Präsens der Primär-Verben

Der Präsens der Primär-Verben wird gebildet, indem der Stammvokal verlängert wird und der Vokal
"-a" angehängt wird: sil- (scheinen) -> síla (ist am scheinen) ; mat- (essen) -> máta (ist am essen).
Der Plural wird gebildet, indem ein "-r" an das "-a" angehängt wird: sílar, mátar.

Präsens bei A-Stamm-Verben

Der Präsens bei A-Stamm-Verben wird ähnlich gebildet. Da aber ein doppeltes "a" am Ende, was
durch anhängen von "-a" an ein A-Stamm-Verb enstehen würde, nicht erwünscht ist, wird aus
dem "a" des Stammes ein "ë". Außerdem wird, wenn kein Konsonantenkluster hinter dem Stammvokal
steht, dieser verlängert: ora- (bedrängen) -> órëa (ist am bedrängen). Da die meißten A-Stamm-Verben
aber einen Konsonantenkluster vor dem Stammvokal haben, kann man bei diesen den Präsens nur
an der Endung "-ëa" bzw. im Plural "-ëar" erkennen.