-do: Offensichtlich ein Allomorph von -no (siehe unten) primär verwendet nach l und n. Ungeschlechtlich in lindo "Sänger als auch Sängerin" von LIN² "singen". Auch in noldo, repräsentiert das primite -dô (*ñgolodô, WJ:383), also muss diese Endung von -nô abstammen (in ihrer Form wenn nicht von der Bedeutung her) und das bereits in der primitiven Sprache. (Dannach könnten l, -no zu -do geworden sein durch gewöhnliche dissimilation, aber nicht das folgende n. Nando, stammt demnach von *ndandô ab, wie in WJ:412 erläutert)
-indo: Maskuliner, ungeschlechtlicher Suffix, verwendet in melindo "Liebhaber (männl.) und colindo "Träger" (Cormacolindor "Ring-Träger (pl.)", HdR3/VI). Die korrespondierende weibliche Endung ist -indë.
-ion: In morion "Dunkler", Referenz -> Morgoh (LR:72). Wahrscheinlich tatsächlich -on (siehe unten) dient als Suffix für das alte Wort *mori "schwarz" (> Quenya morë als unabhängiges Wort, MOR). Ansonsten ist -ion eine patronymische Endung für "-sohn" (YON).
-mo: Tolkien schrieb dass "Die Endung -mo erscheint oft in Namen oder Titeln, manchmal mit einer ungeschlechtlichen Bedeutung: Ulmo wurde interpretiert als "Schank, Ausschenker(in)" < *UL "ausschenken"." (WJ:400, Diese Interpretation von Ulmo war tatsächlich eine weitere Elbisch-Volk Etymologie, denn der Name dieses Vala wurde adaptiert von Valarin Ulubôz, Ullubôz.) Aber in ciryamo "Seemann, Matrose" hat die Endung -mo keinerlei ungeschlechtliche Bedeutung; Sie wurde einfach zu cirya "Schiff" hinzugefügt, also ist die lit. Bedeutung *"Schiffs-Person" oder etwas ähnliches. Auch zum Beispiel Súlimo, Manwës Titel, scheint *"Wind-Person" zu bedeuten (súlë, súli- + mo). Andere Beispiele sind sermo "Freund" von SER "lieben" und ingolmo "Weiser, Hüter des Wissens" (WJ:383); n(g)ólë "Wissen"; auch der Name vom Vala Irmo, "Verlangender" (WJ:403). Der feminine Gegenpart von -mo ist -më, aber diese Endung ist selten.
-no: Noch eine männliche Endung die manchmal ungeschlechtlich ist, manchmal aber nicht: einfach männlich in otorno "Bruder" (
-on: "Endung (von männlichen Namen)" (WJ:400). Das ist aus einem Kontext welcher von Sindarin handelt, doch ist diese Endung ebenso gültig in Quenya: Vergleiche die Namen Sauron und Ancalimon mit den Adjektiven saura "böse" und ancalima "am hellsten". Der Aussage von Brief:380 zufolge, war Sauron ursprünglich Thaurond (th hier mit einem griechischem Buchstaben gesprochen), und das abschliessende d kann vor einer Endung bewahrt werden (z.B. Genitiv *Saurondo). Vergleiche Sindarin lhathron "Zuhörer" vom primitiven *la(ns)rondo (LAS²) und Quenya fion "?Falke" (Tolkiens Handschrift war hier unklar) vom Stamm PHI; der Plural ist entweder fioni oder fiondi, also war die primitive Form eventuell *phiondo (Rekonstruktion). Wir finden ebenso andon "grosses Tor" (andond-) von ando "Tor" (AD). Diese Worte zeigen an dass die Endung -on nicht exklusiv für Namen resserviert ist. Auch aldëon "Allee" < adj. aldëa "von Bäumen beschattet/Schatten von Bäumen empfangend" (LT1:249). obwohl das sehr frühes "Qenya" ist und daher wohl nicht vollständige aussagekraft/authorität besitzt. Diese Wörter sind eindeutig nicht männlich; sie zeigen nicht einmal Lebewesen an.
-r oder -ro: Ungeschlechtliche Endungen (WJ:371), wie Deutsch -er: ista- "wissen" > istar "Zauberer *Wisser" (In den Briefen:202, übersetzte Tolkien Istari als "Die, die wissen"); *envinyata- "erneuern" > Envinyatar "Erneuerer", Die Endungen -r und -ro können auch Nomen angefügt werden: X-r(o) und bedeutet dann "Person die X hat, mit X zu tun haben", wie istya "Wissen" > istyar "Schüler, Lernende Person". Es ist möglich dass die Endung -r kein Geschlecht markiert, während -ro explizit maskulin ist (wie -rë - welches explizit feminin ist). ontaro, ontarë "Elternteil" beziehungsweise männl. (Vater) und weibl. (Mutter) (ONO). Es scheint dass die Endung -ro ihre Pluralformen in -ri umwandelt; nachdem dies auch die Pluralform von -rë ist, geht das Geschlecht beim Plural verloren; ontari "Eltern"
-u: Männliche Endung, teilweise mit ungeschlechtlicher Bedeutung: ERE- "alleine sein" -> Eru "der Eine, Gott", KHER- "herrschen" > heru "Herrscher" Das Wort ainu ist ein spezieller Fall. Dieses Wort, beziehend auf einen der engelhaften Geister die ursprünglich von dem einen Erschaffer ins Leben gerufen wurden, war ursprünglich ein Abkömmlich von Valarin ayanûz. Aber die Elben dachten ainu sieht aus wie eine persönliche, nominalisierte Form eines (bis dahin) nicht-existierenden Adjektives *aina, und so begannen sie auch dieses Adjektiv zu benutzen, indem sie ihm die Bedeutung "heilig" gaben, was Heiligkeit zur primären Charakteristika der Ainur machte (WJ:399). Diese Etymologie deutet darauf hin, dass die Endung -u (neben -o) sehr oft benutzt wurde um persönliche, nominalisierte Formen von Adjektiven herzuleiten. Das feminine Equivalent zu -u scheint -i zu sein; siehe auch weibliche Endungen. (Aber Plural-Formen wie Ainur waren offensichtlich Referenzen auf die gesamte Rasse, mit keinerlei Beziehung auf das Geschlecht. Das ist wahrscheinlich wahr bei einigen der hier genannten maskulinen Endungen)
-wë: Der Aussage von LR:398 zufolge ein "abstraktes Suffix" verwendet in Namen wie Manwë, Elwë, Ingwë, Finwë. Warumauchimmer, entschied Tolkien später dass es einfach ein Elemnt sein sollte welches "Person" bedeutet, "generell aber nicht ausschliesslich maskulin" (PM:340 - ein weiblicher Name mit der Endung -wë ist Elenwë). In Briefe:282, wurde Manwë mit "gesegnetes Wesen" übersetzt. (Es wurde auch als geborgter Name von Valarin Mânawenûz erklärt, siehe WJ:399)
Männliche Endungen
Viele oder sogar die meisten dieser Endungen sind manchmal ungeschlechtlich, darauf hindeutend, dass jemand etwas tut was der Stamm ausdrückt, wie Deutsch -er in Denker hergeleitet von denken, aber manchmal deuten die Endungen auch einfach das männliche Geschlecht an.