Adjektivische EndungenSehr zahlreich. Beachte, was auch immer sein mag, Adjektive enden niemals mit -o oder -u im Quenya.-a: generelle adjektivische Endung: olórë "Traum", olórëa "träumend" (LT1:259). -arwa: "besitzend", z.B. aldarwa "Bäume besitzend" von alda "Baum" (3AR, in LR:360). -ba: Wahscheinlich wird nach m -wa (siehe unten) verwendet: himba "steckend" von KHIM- "stecken, kleben". In diesem Fall übernimmt die Endung eine fast partizipielle Bedeutung. -ca: Adjektivische Endung die bei Stämmen verwendet wir die in einen Vokal enden: PHAU "gähnend" > fauca "durstig", POY (Bedeutung nicht vorhanden) > poica "rein". Auch GAYA- ergiebt *gayakâ (auch "adjektivische Form" genannt in PM:363) > Quenya aica "furchtbar". Diese Endung ist sehr alt (Primitives Quendisch *-kâ) und ist wohl nicht mehr verwendbar im späten Quenya. (Beachte dass in den Etymologien, Tolkien aica vom Stamm AYAK, nicht wie später vom Stamm GAYA- mit dieser Endung, abgeleitet hat.) -da: siehe -na unten -ë: Seltene adjektivische Endung, unter einigen Beispielen ist lissë "süß", offensichtlich hergeleitet vom Stamm LIS "Honig" (Dieses Adjektiv ist nicht in den Etymologien zu finden, aber erscheint in Namárië). Einige Adektive könnten scheinen als hätten sie eine längere Endung -në, wie in carnë "Rot". Nichtsdestotrotz, haben auch solche Wörter die Endung -ë, weil -n- ein Teil des Stammes ist (KARÁN). Dieses -ë stammt vom primitiven Elbisch *-i ab, eine typische Endung für farb-Adjektive. - Beachte dass -ë auch eine abstrakte und feminine Endung ist. -ëa: Repräsentiert entweder -ë + a, wie in olórë "Traum" > olórëa "träumend", oder früher *-aya und *-oya, die Endung -ya (siehe unten) hinzugefügt zur Stammendung einiger Vokale: alda "Baum", Adjektiv *aldayal*aldaia (Rekonstruktionen) > aldëa "beschattet durch Bäume" (LT1:249). -ima: "X-ima" oft verwendet für "X-bar" oder "fähig zu X-en" : eine Reihe solcher Adjektive mit dem Prefix ú- "un-": Vom verbalen Stamm not- "zählen" ist únótima "unzählbar" abgeleitet, und von quet- "sprechen" kommt úquétima "unsprechbar/unaussprechbar". Beachte dass die Endung -ima den Stamm-Vokal verlängert wenn er nicht unmittelbar vor einem Konsonanten-Cluster steht (tyelima "schliesslich" [KYEL] und mirima "frei" [MIS] passen nicht in diese Regel; hier und in einigen anderen Fällen scheint -ima lediglich die einfache Funktion einer adjektivischen Endung zu haben). Auch Fírimar, übersetzt als "die zum sterben Neigenden" in WJ:387 (fir- "sterben"). Hier wird das Adjektiv als Nomen verwendet und verwendet die nominal Plural Endung. -in: In qualin, firin, beides bedeutet "tod" (KWAL, PHIR), auch quorin "ertränkt" (LT1:264). -ina ist offensichtlich eine längere Form von -in: malina "gelb" (SMAL), telpina "silbern" (KYELEK). Die Endung - ina sollte als längere Variante der Endung -in verstanden werden. So wird ein Adjektiv welches "frei" bedeutet als latin(a) angegeben (LAT) -inqua: Endung mit der generellen Bedeutung "voll": alcarinqua "glorreich" lit. *"ruhm-voll" (alcar "ruhm" + -inqua "voll"). WJ:415 erwähnt ebenfalls eine alternative Endung *-unqua (nur die archaische Form -uñkwâ ist tatsächlich vorgegeben) welche benutzt wurde um Adjektive zu bilden "verwendet für schwere, hässliche, böse oder tollpatschige/ländliche Dinge". Keinerlei Adjektiv dieser Art existiert jedoch. -itë oder -ítë, seltene adjektivische Endung: hanuvoitë "männliche", inimeitë "weiblich" (INI) auch maitë "handlich/praktisch/nützlich" von má "Hand" (MA3) und hloníti "phonetisch", klar abgeleitet von *hlon "Ton" (pl. hloni (Töne), WJ:394) -na: grundsätzlich die Endung des Partizip Perfekts, immer noch in Verwendung im Quenya, aber es ist manchmal schwer diese Partizipien von den Adjektiven zu trennen. harna "verwundet" von SKAR- "reissen" (primitiv *skarnâ). In cuina "lebendig" vom Stamm KUY- "zum Leben erwachen", das Adjektiv beschreibt die Verfassung in der sich jemand befindet nachdem er die Aktion beendet hat die duch den verbalen Stamm vorgeschrieben ist (die semantische Beziehung zwischen dem englischem Verb go im Vergleich zum korrespondierenden partizip der vergangenheit gone). Die Endung -na kann dissimiliert werden durch -da wenn davor ein l steht, wie in helda "nackt" vom primitiven *skelnâ (Stamm SKEL). -rin: eine Endung die immer wieder in Namen von Sprachen auftaucht, Sindarin, Vanyarin, Valarin etc. Aber solche Worte können auch als Adjective verwendet werden: "Als die Historiker ein generelles Adjektiv 'Quendisch, den Elben zugehörig" brauchten, machten sie das neue Adjektiv Quenderin (am Modell von Eldarin, Ñoldorin, etc." (WJ:407). Diese Worte könnten ethnische Adjektive genannt werden. Manchmal auch ausgedehnt auf -rinwa: Noldorinwa, Sindrinwa. -sa: in telepsa "silbern" (KYELEP). Wahrscheinlich nicht verwendbar in Quenya. -wa: adjektivische Endung die manchmal in Relation zur Possessiv-Endung -va zu stehen scheint und manchmal nicht: anwa "echt, wahr" (ANA²), Noldorinwa "Noldorisch" (siehe -rin). -vëa: adjektivische Endung mit der spezifischen Bedeutung "-isch/wie ein(e) X": él "Stern", elvëa "sternisch / wie ein Stern" -viltë, - valta: "-los" (siehe Parma Eldalamberon #11 S. 23), offensichtlich verwendet um Adjektive wie "wertlos" etc. herzuleiten, aber kein solches Adjektiv ist bestätigt. Diese Endung gehört zu sehr frühem "Qenya", aber keine korrespondierende Endung ist aus dem alten Quenya bekannt. -ya: generelle adjektivische Endung: númen "Westen", númenya "westlich". (Beachte: -ya ist auch eine häufige Verbendung) Siehe auch -ëa oben. Adjektive mit -ya (als auch andere Endungen) können auch benützt werden als Nomen.
|